Heike Schäfer ist Professorin für Amerikanistik an der Goethe-Universität Frankfurt. Ihre Forschung befasst sich mit Literaturtheorie und Ästhetik, insbesondere der Medialität und Materialität von Literatur, den Schnittstellen von Literatur- und Mediengeschichte (vom 19. bis zum 21. Jahrhundert), und literarischen Experimenten zur Erzeugung von Realitätseffekten und Unmittelbarkeitserfahrungen. In ihren intermedialen, feministischen und ökokritischen Arbeiten geht sie der Frage nach, wie literarische Texte in andere Formen der Wissensproduktion eingreifen und zu diesen beitragen, etwa in Diskurse über Gender, Race und Natur/Umwelt. Derzeit beschäftigt sie sich mit ästhetischen Verfahren und kulturellen Prozessen des Auslöschens (erasure) sowie dem aktuellen Kampf um Zensur, Bücherverbote und Wissen(schaft)sfreiheit in den USA. Ihr Ausgangspunkt ist dabei John Deweys Verständnis von Demokratie als einer kreativer Herausforderung.