Heike Schäfer ist Professorin für Amerikanistik an der Goethe-Universität Frankfurt. Ihre Forschung befasst sich mit Literaturtheorie und Ästhetik, insbesondere der Medialität und Materialität von Literatur, den Schnittstellen von Literatur- und Mediengeschichte (vom 19. bis zum 21. Jahrhundert), und literarischen Experimenten zur Erzeugung von Realitätseffekten und Unmittelbarkeitserfahrungen. In ihren intermedialen, feministischen und ökokritischen Arbeiten geht sie der Frage nach, wie literarische Texte in andere Formen der Wissensproduktion eingreifen und zu diesen beitragen, etwa in Diskurse über Gender, Race und Natur/Umwelt. Derzeit beschäftigt sie sich mit ästhetischen Verfahren und kulturellen Prozessen des Auslöschens (erasure) sowie dem aktuellen Kampf um Zensur, Bücherverbote und Wissen(schaft)sfreiheit in den USA. Ihr Ausgangspunkt ist dabei John Deweys Verständnis von Demokratie als einer kreativer Herausforderung.

Publikationen

Schaefer, Heike. “Kreativer Widerstand gegen die Zensur”. Deutschlandfunk Nova, 7 Mar. 2025, www.deutschlandfunknova.de/beitrag/buecherverbote-in-den-usa-kreativer-widerstand-gegen-die-zensur.
Schaefer, Heike. “Un/Published: Presence and Absence in Contemporary Erasure Poetry.” American Literary History, vol. 36, no. 2, 2024, pp. 463–488, https://doi.org/10.1093/alh/ajae039.
Schaefer, Heike. “Gedichte Lesen in Krisenzeiten: Demokratie und Lyrik von Walt Whitman zu Claudia Rankine.” Horizonte der Demokratie: Offene Lebensformen nach Walt Whitman, edited by Till van Rahden and Johannes Völz, transcript, 2024, pp. 119-144.
Schaefer, Heike. American Literature and Immediacy: Literary Innovation and the Emergence of Photography, Film, and Television. 2020. Cambridge University Press, 2025.
Schaefer, Heike, and Alexander Starre, editors. The Printed Book in Contemporary American Culture: Medium, Object, Metaphor, Palgrave Macmillan, 2019.