Johannes Völz ist Professor für Amerikanistik an der Goethe-Universität Frankfurt und Sprecher des Graduiertenkollegs „Ästhetik der Demokratie“. Seine Arbeiten bewegen sich an der Grenze zwischen Literaturwissenschaft, Ideengeschichte und politischer Ästhetik. Immer wieder kreisen sie um die paradoxen Dynamiken der Demokratie: Wie und wann schlagen demokratisierende Impulse in ihr Gegenteil um? Und lassen sich in fehlgeleiteten Demokratien noch Spuren des Demokratischen aufspüren – Reste, Residuen, vielleicht sogar Ressourcen, die sich neu beleben lassen? Als Literaturwissenschaftler hört Johannes Völz auf die hohen und tiefen Frequenzen der Sprache, auf jene flüchtigen Bedeutungen, die sich dem Begriff entziehen und doch nach begrifflicher Schärfung verlangen. Zugleich ist er leidenschaftlicher Jazzhörer – und überzeugt davon, dass kollektive Improvisation eine Form demokratischer Welterzeugung sein kann. Derzeit arbeitet er an einer Monografie zur Ästhetik des Populismus und hofft, in nicht allzu ferner Zukunft auch ein Buch über Autofiktion und Privatheit abzuschließen.