Julia Schade ist Juniorprofessorin für Performance Research an der Goethe-Universität Frankfurt. In Forschung und Lehre beschäftigt sie sich mit Theater, Performance, Medien und Theorie sowie mit kritischer Ökologie und dem medialen Nachleben des Kolonialismus. Ihre Monografie Unzeit. Widerständige Zeitlichkeiten in Performance, Kunst, Theorie (Neofelis 2024) untersucht die historischen und gegenwärtigen Implikationen dessen, was in der westlichen Moderne als „Zeit“ definiert wird, und widmet sich Theorien sowie künstlerischen Praktiken, die sich der Vorstellung einer homogen messbaren Zeit entziehen.
Ihr aktuelles Forschungsprojekt befasst sich mit künstlerischen und fabulativen Perspektiven auf Gewässer und Ökosysteme, insbesondere mit ozeanischen Ästhetiken und feministischem Aktivismus im Kontext von (neo-)kolonialem Extraktivismus. Darüber hinaus arbeitet sie zu Ästhetiken von Eigentum und Enteignung sowie zu performativen und widerständigen Praktiken der Teilhabe.