Zhiyi Yang ist Lehrstuhlinhaberin für Sinologie an der Goethe-Universität Frankfurt. Sie studierte chinesische Literatur und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Peking-Universität und promovierte anschließend in Ostasienwissenschaften an der Princeton University. Ihre Forschungsarbeiten reichen von mittelalterlicher chinesischer Lyrik bis hin zu zeitgenössischer digitaler Poesie und untersuchen, wie sich klassische chinesische lyrische Traditionen mit Ästhetik, Geschichte, Geistesgeschichte, kulturellem Gedächtnis sowie Medien und Kultur überschneiden. In den letzten Jahren hinterfragt sie in ihren Arbeiten zum modernen Klassizismus das Konzept der chinesischen literarischen Moderne und setzt sich kritisch mit digitaler Governance auseinander. Ihr aktuelles Forschungsprojekt konzentriert sich auf die institutionelle Rolle des lyrischen Klassizismus in der chinesischen kommunistischen Revolution. Sie arbeitet mit Wissenschaftler*innen an interdisziplinären Projekten zu globalen sinophonen Klassizismen und zur Ästhetik der Demokratie zusammen.
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