Das Studienprogramm besteht aus den drei Elementen Basis (1. und 2. Semester), Werkstatt (1.-8. Semester) und Labor (1.-8. Semester mit Schwerpunkt im 5. und 6. Semester). Diese drei Formate bündeln jeweils die gemeinsame theoretische und begriffliche Grundlegung, die intensive Unterstützung der Qualifikationsschriften aus unterschiedlichen Perspektiven sowie Elemente des Transfers.

Basis

Die Basis stellt die grundlegende Arbeitsfähigkeit der Doktorand*innen sicher, sorgt für ihre rasche Vernetzung untereinander und vermittelt die theoretische und begriffliche Grundlegung des Graduiertenkollegs.

Zu Beginn der Basis findet ein zweitägiges Orientierungsprogramm statt, das aus einem ersten Betreuungsgespräch (Eintrittsgespräch), der Ausarbeitung der Betreuungsvereinbarung, einem Orientierungsworkshop, in dem sich die Doktorand*innen gegenseitig ihre Projekte vorstellen und der Ausarbeitung eines projektspezifischen Datenmanagementplans besteht. Die Orientierungsphase wird durch einen eintägigen Schlüsselkompetenz-Workshop zum Einstieg in die Promotion und zur guten wissenschaftlichen Praxis („Get Started“) ergänzt. Eine erste öffentliche, vom GRK organisierte Konferenz (Auftaktkonferenz) folgt im selben Semester.

Kern der Basis ist ein in den ersten beiden Semestern wöchentlich stattfindendes Kolleg-Seminar. Dieses stellt einen strukturierten, für alle Doktorand*innen verpflichtenden Ort dar, an dem in Form eines Kolleg-Seminars zentrale theoretische und methodische Aspekte des Forschungsprogramms diskutiert werden. Es wird federführend von zwei beteiligten Wissenschaftler*innen geleitet. Im Kolleg-Seminar werden gemeinsam für den übergreifenden Problemkomplex der „Ästhetik der Demokratie“ zentrale Texte gelesen und interdisziplinär perspektiviert, wobei auch eine Einsicht in die unterschiedlichen Methodenkombinationen der beteiligten Disziplinen gegeben wird.

Werkstatt

In der Werkstatt steht vor allem die Entstehung der Dissertationen im Fokus. Zentrales Arbeitsinstrument sind die Werkstattgruppen. In diesen Werkstattgruppen treffen sich regelmäßig je zwei bis vier Doktorand*innen, die zu thematisch affinen Themen und Fragestellungen arbeiten, um mit dem oder der zuständigen PI über geteilte Problemstellungen zu diskutieren.

Dem inhaltlichen Fortschritt der Dissertationen und den Implikationen für das Forschungsprogramm des Graduiertenkollegs dienen ferner die von den beteiligten Wissenschaftler*innen geleiteten Kolloquien, die alternierend mit den Werkstattgruppen stattfinden.

Die Doktorand*innen nehmen vom 3.-7. Semester zudem fünf Mal in Kleinstgruppen an Masterclasses mit den eingeladenen Mercator-Fellows teil. In den Masterclasses geben die internationalen Gastwissenschaftler*innen durch gemeinsame Diskussion von Kapitel-Manuskripten und relevanter Forschungsliteratur intensive Impulse für die Entwicklung und Fertigstellung der Qualifikationsschriften; zugleich stellen die Masterclasses für die Doktorand*innen einen Termin dar, zu dem längere Texte vorgelegt werden müssen.

Zweimal pro Kohorte findet ein zweitägiges Retreat statt, an dem neben den Doktorand*innen alle beteiligten Wissenschaftler*innen des Kollegs sowie Fellows und Gäste teilnehmen; an der Auswahl letzterer sind auch die Doktorand*innen beteiligt. Das Retreat dient als Forum, in dem die beteiligten Wissenschaftler*innen und Doktorand*innen gemeinsam die Erforschung der übergreifenden Fragestellung des Kollegs weiterentwickeln. Das GRK richtet darüber hinaus zu Beginn jeder Kohorte einen „Get Started“-Workshop sowie im vierten Semester ein Kommunikations- und Medientraining und einen Reflexions-Workshop zu Social Media aus. Je nach individuellem Bedarf empfehlen die beteiligten Wissenschaftler*innen den Doktorand*innen, weitere GRADE-Workshops zu besuchen, insbesondere zu den Themen Literaturrecherche und Literaturverwaltung sowie die zusätzliche Karriereberatung.

Labor

Das Labor ist der Ort, an dem die Doktorand*innen mit der wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Öffentlichkeit außerhalb des Graduiertenkollegs interagieren. Es ist von der Prämisse geleitet, dass es für alle Dissertationen von Vorteil ist, praktische Implikationen der Forschungsarbeit zu reflektieren und in Ansätzen zu überprüfen. Zudem ist das Labor der Ort, an dem eine intensive Vernetzung mit zivilgesellschaftlichen und öffentlichen Partnerinstitutionen erfolgt. Diese dienen im Sinne der Public Humanities dem Transfer mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen.