Umfeld des Graduiertenkollegs

Das GRK fügt sich an der Goethe-Universität Frankfurt in ein Netz von Lehr- und Forschungsinitiativen mit zivilgesellschaftlicher Wirkung ein.

Anbindung an universitäre und zivilgesellschaftliche Kooperationspartner

Die Konzeption des Graduiertenkollegs beruht auf einer mehrjährigen Kollaboration zwischen den PIs. Alle PIs sind Mitglied im Forschungsschwerpunkt „Democratic Vistas: Reflections on the Atlantic World“ des Forschungskollegs Humanwissenschaften. In diesem von GRK-Sprecher Johannes Völz gegründeten Verbund erforschen rund 25 Professor*innen der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften aus der Rhein-Main-Region das demokratische Zusammenleben im atlantischen Raum. Die Kollegiat*innen profitieren von den künftigen Aktivitäten dieses Verbundes. Die internationalen „Democratic Vistas“ Postdoc Fellows, internationale Gastforscher*innen und Gastredner*innen sowie Partnerorganisationen erweitern das (internationale) wissenschaftliche Netzwerk der Kollegiat*innen. Auch stehen den Kollegiat*innen die Forschungsinfrastrukturen von „Democratic Vistas“ zur Verfügung: Zum Beispiel bietet die Buchreihe „Democratic Vistas/Demokratische Horizonte“ (Transcript Verlag) eine Plattform für GRK-Veröffentlichungen.

Ein Alleinstellungsmerkmal des geplanten GRKs ist der Dialog mit zivilgesellschaftlichen Partnern und Institutionen der Öffentlichkeit im Sinne der Public Humanities. Die Public Humanities finden sich im Studienprogramm des GRK an zentraler Stelle in der Komponente „Labor“. Zu diesem Zweck hat das Konsortium des GRK ein Netzwerk von 13 dreizehn regionalen und überregionalen Partnerorganisationen aufgebaut. Diese sind sowohl in Zivilgesellschaft und öffentlichem Sektor angesiedelt. Im Bereich Kultur und Medien gehören dazu die Crespo Foundation, das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, das Hessische Literaturforum, der Frankfurter Kunstverein, das Literaturhaus Frankfurt und das Museum für Angewandte Kunst (MAK). Zu den Partnern im Bereich Politik und politische Bildung zählen die Bildungsstätte Anne Frank, das Center for Critical Computational Studies (C3S), mit dem Doktorand*innen ein Programm für Critical Computational Literacy für Bildungseinrichtungen und Zivilgesellschaft entwickeln werden, die Initiative Mehr als Wählen e.V. und die vom Bund getragene Stiftung Orte der Demokratiegeschichte (Sitz: Frankfurt am Main). Mit dem Kulturreferat der Stadt Bad Homburg beantragt das GRK ein gemeinsames Projekt im Rahmen des von der World Design Organization ausgeschriebenen Programms „World Design Capital: Design for Democracy – Atmospheres for a Better Life“, das 2026 in der Rhein-Main-Region stattfinden wird. Mit dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland hat das GRK einen Partner für Laborprojekte zum Thema Demokratieresilienz und zur Erprobung unterschiedlicher Formate der Bürgerbeteiligung gewonnen. Für alle genannten Kooperationen gilt, dass die Doktorand*innen in Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen Projekte entwickeln, die auf Aspekte ihrer Forschungsarbeiten aufbauen und diese in zivilgesellschaftlich relevante Kontexte einbetten und entsprechend weiterentwickeln. Die in den Laborprojekten gesammelten Erfahrungen fließen in die Forschung zurück, etwa durch die Reflexion der Kommunikabilität der Forschungshypothese in außeruniversitären Kontexten.